Die Sonne geht im Ost auf und steht mittags im Süden. So weit so gut. Der Winkel einer gedachten Linie vom Bildpunkt der Sonne auf der Erde zum Betrachter mit einer eben solchen vom Betrachter nach Süden wird als Azimut bezeichnet.

Der Winkel vom Betrachter zum Horizont mit der Linie zur Sonnenhöhe wird als Höhenwinkel oder Elevation bezeichnet.

Die Sonne  selbst, bzw. deren Bildpunkt auf der Erde folgt im jahreszeitlichen Verlauf der Sinuskurve.  Folgerichtig lässt sich der Azimut und Elevationswinkel für jeden Zeitpunkt berechnen.

Moderne Sonnen-Wind-Steuerungsanlagen berechnen diese Gegebenheiten und erfassen anschließend nur noch mit dem Helligkeitssensor ob die Sonne scheint oder nicht. Folgerichtig werden am Morgen nur die Sonnenschutzanlagen im Westen, Mittags im Süden und am Abend im Westen abgefahren, immer unter der Voraussetzung das die Sonne scheint.

Durch die Berechenbarkeit, kann aber auch eine Aussage zur Notwendigkeit der Beschattungsanlage sowie deren Ausrichtung getroffen werden.

In städtischem Gebiet wird bei entsprechender Gebäudedichte kaum die Notwendigkeit bestehen, die Südlich liegenden Fenster der unteren Etagen zu beschatten, da die Sonne zu diesen Zeitpunkten immer ihren Höchststand hat und, bedingt durch die Nachbarbebauung, kaum in die tiefliegenden Fenster einstrahlen kann.

Durch diese Kenntnis lässt sich auch eine zu erwartende Blendwirkung oder zugesagte Schattengrenzen auch ohne aktuellem Sonnenschein sicher aussagen.

 

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